Wochenthema: Gewohnheit

Ursprünglich veröffentlicht auf Denkzeiten:
Der Mensch neigt oft dazu, Gewohnheiten auszubilden. So bildet er eine Tagesroutine aus, bei welcher jeder Tag in den grossen Zügen dem anderen gleicht. Man steht auf, bereitet sich nach dem täglich gleichen Muster auf den Tag vor, geht auf demselben Weg zur Arbeit, sitzt im Bus oft am…

Friedrich Nietzsche: Vom Willen zum Leide

Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 – 1900) Vom Willen zum Leide* Vom Willen zum Leide. Vom Gesicht zum Räthsel. Von der Seligkeit wider Willen. Vor Sonnen-Aufgang. Von der verkleinernden Tugend. Vom Vorübergehen. Das Winterlied. Von den Abtrünnigen. Die Heimkehr. Von den drei Bösen Vom Geist der Schwere. Die Beschwörung. Der Genesende. Von der grossen Sehnsucht. Von … Mehr Friedrich Nietzsche: Vom Willen zum Leide

Franz M. Wuketits: Der freie Wille. Die Evolution einer Illusion

Die Grundthese dieses Buches lautet: Die Vorstellung vom freien Willen ist eine Illusion. Aber Illusionen sind durchaus nützlich. Sie können als Resultate der Evolution durch natürliche Auslese gedeutet werden und haben ihren Sinn im Dienste des Überlebens. Seit Jahrhunderten grenzt sich der Mensch vom Tier durch seinen freien Willen ab. Schwinden die Grenzen und Unterscheidungskriterien … Mehr Franz M. Wuketits: Der freie Wille. Die Evolution einer Illusion

Ursula Wolf: Die Philosophie und die Frage nach dem guten Leben

Ursula Wolf macht sich in diesem Buch auf die Suche nach dem guten Leben und sie startet bei den Anfängen der Griechischen Philosophie, bei Platon und Aristoteles. Jedes Handeln und Bewirken, jede Art praktischer Betätigung strebt, wie Aristoteles zu Beginn der Nikomachischen Ethik sagt, nach einem Gut. Fragt man, warum jemand etwas strebt, so lautet … Mehr Ursula Wolf: Die Philosophie und die Frage nach dem guten Leben

Gareth Stedman Jones: Das kommunistische Manifest

Obgleich das „Manifest“ unser beider gemeinsame Arbeit war, so halte ich mich doch für verpflichtet festzustellen, dass der Grundgedanke, der seinen Kern bildet, Marx angehört. Dieser Gedanke besteht darin: dass in jeder geschichtlichen Epoche die vorherrschende Produktions- und Austauschweise und die aus ihr mit Notwendigkeit folgende gesellschaftliche Gliederung die Grundlage bildet, auf der die politische … Mehr Gareth Stedman Jones: Das kommunistische Manifest

Hans-Ulrich Wehler: Die neue Umverteilung

Nicht nur in Deutschland geht die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander, das Phänomen lässt sich weltweit beobachten. Während die Reichen mit immer mehr Gier und Eifer ihre Millionen horten, verhungern ganze Völker. Dass genug für alle da wäre, wenn es gerecht verteilt wäre, ist längst bekannt. Die Frage, wieso dies nicht endlich … Mehr Hans-Ulrich Wehler: Die neue Umverteilung

Peter Sloterdijk: Stress und Freiheit

Eine Zivilisation wie die unsere, die auf der Integration individualistischer Populationen in riesenhaften politischen Grosskörpern beruht, ist eine real existierende Höchstunwahrscheinlichkeit. Dieser Satz ist in sich schwierig, da etwas als Unwahrscheinlichkeit bezeichnet wird (noch als eine höchste), was real ist. Das ist zwar grundsätzlich möglich, da unwahrscheinlich nicht ganz undenkbar ist, trotzdem stellt sich die … Mehr Peter Sloterdijk: Stress und Freiheit

Rezension: Hans-Martin Schönherr-Mann – Hannah Arendt. Wahrheit, Macht, Moral

Die Suche nach der einen Welt Gesellschaftliche Strukturen lösten sich über die Jahrzehnte immer mehr auf, Individualisierungsprozesse führten immer stärker zu einem Verlust familiärer und sozialer Netze. Vormals gemeinsam getragene Lebensumstände waren vermehrt allein zu tragen, der existentielle Abgrund droht unmittelbarer, da die Netze grobmaschiger werden, die früher auffingen. Leben die Menschen überhaupt noch in … Mehr Rezension: Hans-Martin Schönherr-Mann – Hannah Arendt. Wahrheit, Macht, Moral

Wolfgang Röd: Heureka! Philosophische Streifzüge im Licht von Anekdoten

Was uns Galilei sagen wollte Als Galilei im Jahre 1633, im Alter von neunundsechzig Jahren, widerstrebend, aber durch die Androhung der Folter eingeschüchtert, der Annahme abgeschworen hatte, dass die Erde ein Planet sei, der sich um die Sonne bewege, soll er in seinen Bart gemurmelt haben: „Und sie bewegt sich doch!“ Ob diese Anekdote historisch … Mehr Wolfgang Röd: Heureka! Philosophische Streifzüge im Licht von Anekdoten